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Clarke, Lucy - Last Seen

  Die Autorin des Romans "Last Seen", der übrigens kein neuer ist, sondern eine Neuauflage des Romans "Die Bucht, die im Mondlicht versank", ist eine erfolgreiche Thrillerautorin, deren Thriller ich fesselnd finde. In diesem Roman wird Geschichte zwei Freundinnen erzählt auf zwei Zeitebenen, die sich zwischen 1991 und 2017 bewegen. Zu einem ist das zentrale Thema: Verschwinden zwei Jungen, der Kindern von der Freundinnen Sarah und Isla, von denen nur einer zurückkehrt. Zu anderem ist die Handlung sieben Jahre später angesiedelt und auch hier geht es ums Verschwinden. Damals hat Isla ihren Sohn verloren, sieben Jahre später verliert Sarah ihren Sohn. Nach einem gar nicht mal so gravierendem Streit, verschwindet Jacob spurlos. Nach und nach beginnt die Suche, die Sorgen und Offenbarungen. Alle haben ihre Geheimnisse, wie hängen diese zusammen. Was heißt es, dass an dem gleichen Tag nur sieben Jahre später noch ein Kind verschwindet? Beunruhigende Informationen und Einzelheiten tauchen nach und nach auf, sodass auch die Spannung und Sorge des Lesers allmählich wächst. Mit dem Verlauf der Geschichte bröckelte die idyllische Fassade des Lebens am Strand, Geheimnisse, Intrigen und Lügen wurden offengelegt. Der Roman bietet eine spannende Unterhaltung, und entwickelt sich mit zunehmender Intensität. Für die Liebhaber von Spannungsliteratur empfehlenswert.

 Hasse, Stefanie - Matching Night

Stefanie Hasse ist eine schöne Neuentdeckung für mich. Die Beschreibung zu diesem Roman klang gut, da ich Handlungsorte wie Campus und Universität recht spannend finde, also wollte ich das Buch lesen. Eine sehr gute Entscheidung, muss ich im Nachhinein sagen. Ganz großes Kino.  

Erzählt wird eine Geschichte von jungen Leuten, die an einer Eliteuniversität studieren. Bekanntlich spielen die Studentenverbindungen auf dem Campus eine große Rolle. Die Hauptdarstellerin dieser Geschichte, Cara, eine übrigens sehr sympathische, einfühlsame, kluge und liebe Person, erfüllt sich einen Traum. Doch einfach ist es nicht, ihre Eltern haben sich in Schulden gestürzt, um das Studium für ihre Tochter zu ermöglichen. Als die Einladung zu einer elitären Studentenverbindung Raven kommt, ist Cara im siebten Himmel. Falls sie dazu gehören sollte, werden all ihre Probleme mit einem Mal gelöst. Um die Aufnahme zu bestehen, muss sie an einem dreitägigen Match teilnehmen. Was sich alles andere als einfach erweist. Hier beginnt die eigentliche Geschichte um Cara und ihre Freunde...

Der Roman ist nicht nur ausgesprochen fesselnd, spricht auch wichtige Themen an, wie Vertrauen, Freundschaft, Liebe und Verrat. Die Geschichte ist reich an unerwarteten Wendungen, der Leser weiß nie so recht, wer welche Spielchen treibt. Die Charaktere sind bildlich dargestellt, und wirken sehr lebendig. Eine sehr gut gelungene Dilogie, die ich zum Glück in einem Band hatte. Denn das erste Buch endet mit einem Cliffhanger, da wäre es grausam auf Buch zwei warten zu müssen. ;)

Ein toller Pageturner, den ich nicht aus der Hand legen konnte, voller Intrigen, Emotionen, Geheimnissen und Romantik. Sehr zu empfehlen.

 Elisabeth Sandmann - Porträt auf grüner Wandfarbe

Über die Autorin:

Elisabeth Sandmann ist Verlagsbuchhändlerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit den Biografien außergewöhnlicher Frauen. 2015 veröffentlichte sie das Sachbuch »Der gestohlene Klimt«, das sich mit einem spektakulären Restitutionsfall beschäftigt. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München und ist Mutter eines erwachsenen Sohnes.

 Kurzbeschreibung:

Die Wahrheit ist selten ganz einfach. 1918 trifft die bodenständige Ella im legendären Hotel Schloss Elmau auf die glamouröse Ilsabé. Es entsteht eine ebenso unverbrüchliche wie komplizierte Freundschaft, die Kriege überdauert und Geheimnisse bewahrt. Jahrzehnte später findet Ilsabés Enkelin Gwen die roten Hefte, die Ella mit ihren Erinnerungen gefüllt hat und in denen sie ebenso viel preisgibt, wie verschweigt. Für Gwen beginnt eine aufwühlende Spurensuche. Aber geht es wirklich nur um verschwundene Kunstwerke oder um ganz andere Verluste?

Meine Gedanken zu dem Roman:

Die Geschichte ist mit einigen Worten nicht zu umfassen, denn die ist vielschichtig, wechselhaft, verborgen und fest verwoben. Eins passt zu dem anderen, doch diese rätselhafte Verbindung liegt es an dem Leser zu entwirren. Hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht. Der Roman bereitete mir als Leserin oder besser gesagt Zuhörerin großes Vergnügen. Eine Lektüre, wie ich, die mir für die freien Stunden am Abend beim guten Wetter vorstelle. Fließend und fesselnd entwirrt die Autorin die Geschichte von Ella und Ilsabé. Über viele Jahre hinweg, und mit vielen wichtigen politischen und sozialen Momenten verbunden. 

Auf den Inhalt würde ich gar nicht eingehen, in etwa kann sich jeder Leser vorstellen, was sich hinter einem Roman mit einem Familiengeheimnis, das die Generationen übergreift, verbirgt. So ist es auch bei Frau Sandmann, sie hat die Welt nicht entdeckt mit diesem Roman. Doch für die Liebhaber Familienromanen, die hervorragend recherchiert sind, keine logischen Fehler aufweisen, mit Wissen und Fakten glänzen und obendrauf noch fesselnde Geschichte anbieten, ein Muss. Als ich die Informationen über die Autorin gelesen habe, denn ich möchte immer wissen, mit wem ich es zu tun habe, habe ich nur zustimmen genickt. Ganz genau - ihre Fähigkeiten als Literaturwissenschaftlerin müssen in diesem Roman sehr hilfreich gewesen sein, denn schon beim Lesen hatte ich die perfekte und umfassende Recherche bewundert. Ich schätze das sehr. 

Der Roman wird aus der Sicht der Übersetzerin Gwen, dieser Erzählstrang ist gegenwärtig. Allerdings nicht so bedeutend für den Roman, in meinen Augen, auch ein wenig langatmiger gestaltet, als die Briefe und Aufzeichnungen von Ella. Die eigentliche Hauptprotagonistin des Romans. Dieser Erzählstrang ist lebendig, bildhaft, sehr emotional und geht einem nahe. Hat mir ausgesprochen gut gefallen. Doch ohne Gwen gäbe es keine Auflösung all den Geheimnissen. Ja, in diesem Roman geht es nicht um einen... 

Eine emotionale Familiengeschichte über wichtige Fragen: Vergebung, Schuld, Hoffnung, Träume, Geheimnisse. Flüssig erzählt, etwas verworren am Anfang, fand ich aber gar nicht schlimm, mit etwas Geduld ist man im Fluss, und darf eine schöne, umfassende und komplexe Familiengeschichte genießen. 

Da ich ein Hörbuch gehört habe, werde ich noch gern die Sprecherin loben: Elisabeth Günther macht es hervorragend. Eine ruhig, gut artikulierte Stimme, der ich gern über 16 Stunden gelauscht habe. Die Lesung ist ungekürzt. 

Eine neutrale Bewertung: Mit der ganzen Recherche, komplexe Handlung und fesselnder Erzählung verdient dieser Roman, ganz besonders für die Liebhaber von geheimen Familiengeschichten geeignet, die volle 5 Sterne.

Mein persönliches Empfinden: Da ich Familiengeschichten nicht als mein Hauptgenre sehe, und sehr neugierig auf den ganz tollen Titel der Geschichte war, dabei anfangs ein wenig Schwierigkeiten hatte, würde ich dem Roman sehr gute 4,5 Sterne geben.


 Matthews, Mimi - Belles of London. Die Wahrheit deiner Worte


 

Über die Autorin:

Mimi Matthews ist eine USA-TODAY-Bestseller-Autorin, die viktorianische Liebesromane und Sachbücher über diese faszinierende Zeit schreibt. Sie lebt mit ihrer Familie, einem Sheltie und zwei Siamkatzen in Kalifornien. Außerdem ist sie begeisterte Reiterin und stolze Besitzerin einer jungen Andalusier-Stute.

Kurzbeschreibung:

Die junge Erbin Julia Wychwood leidet unter einer Sozialphobie, die jedes gesellschaftliche Ereignis für sie zur Tortur macht. Ausgerechnet der düstere Kriegsveteran Jasper Blunt scheint ihre Ängste zu verstehen - aber jeder weiß, dass er nur eine reiche Frau sucht, die sich um seine Kinder kümmert. Als ihre Eltern sie mit einem alternden Lord verheiraten wollen, bietet Julia Jasper dennoch an, ihn zu ehelichen - wenn sie so viel lesen und reiten darf, wie sie will. Jasper stellt ebenfalls eine Regel auf: Sein Turmzimmer ist tabu für sie. Aber je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto größer wird Julias Verlangen, sein Geheimnis zu ergründen und den wahren Jasper kennenzulernen ...

Meine Gedanken zu dem Roman:

Was für eine schöne Liebesgeschichte. :love: Romantisch, zauberhaft, sehr fesselnd und weise, und habe ich schon romantisch erwähnt? Bei diesem Roman fallen mir nur lauter lobende Adjektive ein. Ich muss dazu sagen, dass ich mit dieser Art Romanen: Liebesgeschichten mit historischem Hintergrund noch kaum Erfahrung hatte und dieses hier war ein Versuch für mich, so zu sagen ein Blick in das Unbekannte. Was für ein Vergnügen für die Seele. O:-)

Die Geschichte ist überraschend komplex und vielschichtig. Eine Liebesgeschichte ist zwar das Hauptthema des Romans, doch es werden viele Facetten des sozialen Lebens und zwischenmenschlicher Beziehungen angesprochen.

Der Roman handelt von einer jungen Frau, die ihre Lebenserfahrungen bislang aus dem Lesen der Romane bezogen hat. Julia ist eine intelligente Frau, die romantisch, nachdenklich und in der Gesellschaft unsicher ist. Manche Charaktereigenschaften dieser jungen Frau würden uns Lesebegeisterten sehr bekannt vorkommen. Die Geschichte ihrer Liebe ist kompliziert, voller Geheimnisse und wunderschönen Momenten, doch auch die Probleme bleiben nicht aus. An sich arbeitet die Autorin mit vielen Klischees, doch wie sie damit umgeht, ist bezaubernd. Die Sprache des Romans ist wunderschön, sehr lebendig, zum Teil poetisch, zum Teil ausgesprochen realistisch und immer wieder romantisch. :drunken:

Der Roman enthält wirklich alles, was man sich unter so einer Liebesgeschichte vorstellt und erwartet. Ich liebe dieses Buch. So eine schöne Lesezeit, die mich umhüllt und atemlos gemacht hat, hatte ich schon lange nicht. Für mich ein Sommerhighlight. :applause: Besonders die gemeinsame Liebe zu der Literatur hat es mir angetan, allerdings fand ich auch die aufregende Liebesgeschichte sehr spannend.

Eine intensive, romantische Geschichte über zwei Menschen, die in ihrem Leben nicht einfach haben und zueinander finden. Ich hoffe, die Autorin schreibt noch sehr viele Romane dieser Art. Eine neue Leserin hat sie dazu gewonnen.

Meine neutrale Bewertung für diesen Roman: 5 Sterne. Man bekommt ein wunderbares Buch, wie man es erwarten darf.

Meine persönliche Bewertung für diesen Roman: 5 Sterne und stundenlanges Vergnügen.

 Penner, Sarah - Die versteckte Apotheke


 

Über die Autorin:

Sarah Penner ist Mitglied in der Historical Novel Society sowie der Women's Fiction Writers Association. Nach dreizehn Jahren im Finanzsektor, arbeitet sie seit dem Erfolg ihres Debütromans als Vollzeit-Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Dackeldame Zoe in St. Petersburg, Florida. Ihr Debüt »Die versteckte Apotheke« wurde weltweit in vierzig Sprachen übersetzt und zu einem internationalen Bestseller. Ende 2023 erscheint ihr zweiter Roman »Die geheime Gesellschaft«.

Kurzbeschreibung:

Im London des 18. Jahrhunderts raunen sich Frauen hinter vorgehaltener Hand zu, dass es einen Ausweg aus besonders gewalttätigen Ehen gebe: Eine junge Apothekerin rettet sie mit tödlichen Arzneien aus der Not, eine versteckt übermittelte Nachricht genügt. Doch was, wenn aus der Retterin die Gejagte wird?

Knapp 200 Jahre später stößt die Historikerin Caroline Parcewell auf die außergewöhnliche Geschichte der giftmischenden Apothekerin und setzt damit unerwartete Ereignisse in Gang – nicht nur ihr eigenes Leben wird nicht mehr dasselbe sein …

Meine Gedanken zu dem Buch:

Eine interessante und atmosphärische Geschichte, die sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewegt. Nela eine geheimnisvolle Apothekerin, die ihr Leben der Hilfe von Frauen verschrieben hat, lebt im London des 18. Jahrhunderts. In Geheimen mischt sie Gifte für Frauen, die es benötigen, nicht alle Pflanzen sind dafür gedacht, das Leben zu erhalten oder die Gesundheit zu verbessern, manche Tränke dienen der Befreiung der Frauen von ihren Ehemännern. Die andere Erzählebene beschäftigt sich mit einer Historikerin Caroline, die durch einen Zufall auf ein Fläschchen aus der geheimnisvollen Apotheke stößt. Da sie in einer schwierigen Phase ihres Lebens befindet, kommt die Recherche und die Suche nach der Wahrheit als Zeitvertreib und neue Aufgabe wie gerufen.

Dieser Roman hat weniger die Absicht, wahrheitsgemäß oder realistisch zu wirken. Es ist eher eine märchenhafte, fantasievolle Geschichte um Liebe, Rache, Verrat und Vertrauen. Einige Handlungswendungen scheinen überzogen zu sein, doch es stört nicht an der Gesamtwirkung des Romans. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass einigen Lesern einige Momente und Zufälle nicht gefallen würden. Ich fand die Geschichte passend zum Thema: geheimnisvolle Apothekerin.

Ich habe den Roman als Hörbuch gehört, und würde auch dieses Medium für diese Geschichte empfehlen. Angenehme, entspannte Hörstunden, die mich gut unterhalten haben. Vorgelesen wurde das Buch von Charlotte Puder, wobei ich fand, dass ihre Stimme, etwas tiefere und dunklere, passte sehr gut zu der Atmosphäre der Geschichte. Diese Stimme hat sehr gut die Stimmungen der Protagonistinnen transportiert. Das Hörbuch dauert fast elf Stunden und ist bei Harper Audio erschienen. Der Story ist leicht zu folgen, die beiden Erzählebenen sind leicht voneinander zu halten. Mit Spannung und Freude habe ich dem Roman gelauscht. Von mir gibt es vier Sterne.

 John Marrs - Die Schatten über uns

 Der Roman erscheint am 8. November 2022

An dieser Stelle eine Warnung an die Leser:

Wer das Thema Gewalt gegen Kinder nicht verträgt, sollte den Roman mit Vorsicht genießen.

Über den Autor:

John Marrs arbeitet freiberuflich als Journalist und lebt in London und Northampton. Seit fünfundzwanzig Jahren interviewt er für verschiedene Magazine und Zeitschriften Prominente aus den Bereichen TV, Film und Musik.

Er hat einige erfolgreiche Thriller geschrieben. Mit seinem Roman »The One« und dessen Serienadaption auf Netflix gelang ihm der internationale Durchbruch.

Kurzbeschreibung: /Amazon.de

Ein blutiges Geheimnis aus der Vergangenheit vergiftet die Gegenwart.

»Ich werde sie vom Dachboden retten« – diese Nachricht entdeckt Mia bei Sanierungsarbeiten an ihrem neu erstandenen Haus, eingeritzt in eine Fußleiste. Mit einer bösen Vorahnung steigen sie und ihr Mann Finn auf den Dachboden, wo sie in einer verborgenen Ecke auf mehrere alte Lederkoffer stoßen. Der Inhalt ist so schockierend, dass er das Leben der Familie für immer verändert.

Doch selbst als sie von diesem Ort des Grauens zu Finns Eltern fliehen, kann Mia den verstörenden Fund nicht hinter sich lassen. Entgegen Finns Wunsch versucht sie herauszufinden, was in dem Haus damals passiert ist. Zu spät erkennt sie, dass manche Dinge besser verborgen bleiben sollten.

Meine Meinung:

Die Geschichte von John Marrs beginnt überschaubar und unaufgeregt. Es geht um ein junges Paar, das sich ein Haus auf dem Land sucht, um das Familienleben vollkommen zu machen. Das Haus wird auch gefunden, allerdings ist es in einem miserablen Zustand, dafür stimmt der Preis. Da der Ehemann Finn gemeinsam mit seinem Vater Dave die meisten Arbeiten an der Reparatur selbst auszuführen plant, sind die Kosten überschaubar, und das junge Paar schlägt zu. Mia, die Ehefrau, ist in ihrem Job erfolgreich, und bringt das meiste Geld mit ins Haus... So ruhig und gelassen fängt die Geschichte von John Marrs an. Doch die Ruhe wärt nicht lange. Auf dem Dachboden bei der Renovierungsarbeiten wird ein grausamer Fund entdeckt. Es ist so schockierend, dass keiner weiß, wie er damit umgehen soll. Die meisten Hauptcharaktere versuchen ihr Leben weiterzuleben und das im Haus Geschehene zu verdrängen. Nur die Mia nicht. Sie versucht, die Wahrheit herauszufinden.

Wenn man das ruhige Teil der Einführung in die Geschichte verlassen hat, wird der Roman spannend. Das Buch ist abwechselnd aus fünf Perspektiven erzählt: Eheleute, Schwiegereltern und kurze Einschnitte des Mörders, der sich früh in der Geschichte zu erkennen gibt. Außerdem enthält der Roman Ausschnitte von Polizeibefragung, Dokumentationen, Journalisten Beiträge, Interwies. Der Erzählstil des Autors ist eindrücklich und die ganze Handlung wirkt von Anfang an mysteriös und unheilvoll. Die Entwicklung der Geschichte ist wie ein Puzzle, das sich nach und nach zu einem Gesamtbild ausbreitet. Die Charaktere, der Geschichte sind an sich sehr gut ausgearbeitet, haben alle ihre verborgenen Seiten und leider keiner davon wirkt charismatisch, sodass ich keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Jeder kocht sein Süppchen und obwohl, die Verhaltensweisen der Charaktere gut nachvollziehbar sind, wirken die unsympathisch. Was allerdings nicht weiter stört, denn die Geschichte bleibt spannend.

Ich würde den Roman nicht nur an die Fans von John Marrs, für die es ein Muss ist, empfehlen. Die Geschichte lässt sich gut lesen und ist fesselnd. Eine gute, spannende Unterhaltung für die kühlen Winterabende.

Von mir gibt es 4 Sterne.