Posts mit dem Label Horror werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Horror werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

HOME - Jo Nesbø : Ullstein Buchverlage

 


 Nesbo, Jo - Das Nachthaus

 Da ich Jo Nesbo sehr schätze, wollte ich auch dieses Buch von ihm lesen. Doch lange Zeit wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Begegnet ist mir eine surreale Geschichte, die einen deutlichen Hang zu Grusel hatte. Dank einem bestimmten Moment in dem Buch, musste ich immerzu an Franz Kafka denken. Erzählt wird Geschichte eines Jungen, der über gruseligen und mystischen Vorfälle berichtet, die ihm keiner glaubt und die kaum vorstellbar sind. Sein Freund wurde von einem Telefon eingesaugt und verspeist, das ist der Beginn der Story. Ganz schön crazy. Der Roman wird in drei Teilen erzählt. Wo man anfangs nur auf eine verrückte, mystische Geschichte stößt, denkt man im zweiten Teil, jetzt kommt die Auflösung, doch weit gefehlt. Der Leser muss sich bis zum dritten Teil gedulden. Auch wenn man den Hintergrund zu diesen unrealistischen Vorkommnissen vermuten kann, so kommt diese dennoch überraschend, jedoch absolut nachvollziehbar. Der Erzählstil ist mitreißend und hat mich gefesselt. Ich würde den Thriller, der als Lektüre für Winterabende beworben wird, auch jungen Lesern empfehlen. Mich hat diese kurze Geschichte recht gut unterhalten.

 Kiersten White - Amazement Park


Über die Autorin:

Kiersten White ist eine amerikanische Kinder- und Jugendbuchautorin.
Sie lebt mit ihrer Familie in San Diego unweit vom Meer. Ihr normales Leben hat ihre Faszination für das Paranormale geschürt. »Flames 'n' Roses« ist der Debütroman von Kiersten White und ist im Loewe Verlag erschienen.

Kurzbeschreibung:

Die Challenge: eine Woche lang in einem verlassenen Freizeitpark versteckt bleiben, ohne gefunden zu werden.

Der Gewinn: genug Geld, um sein Leben zum Besseren zu verändern.

Obwohl alle Teilnehmenden unbedingt gewinnen wollen, ist sich Mack sicher, dass sie siegen kann. Im Verstecktbleiben ist sie ein Profi: Das ist der Grund, warum sie noch lebt und ihre Familie nicht.

Doch als die anderen nach und nach verschwinden, wird Mack klar, dass mit dieser Gameshow etwas nicht stimmt. Vielleicht ist der einzige Weg, ihrer aller Leben zu retten, aus den Verstecken zu kommen und gemeinsam zu kämpfen.

Meine Gedanken zu dem Roman:

Auf diesen Roman habe ich mich sehr gefreut, da er von der Beschreibung her, mich sehr an meine Lieblingsgeschichte "Die Tribute von Panem" oder auch an "Battle Royale" erinnert hat. Sobald das Thema Gameshow auftaucht, bin ich unbedingt dabei.

In dieser Story erzählt die Autorin die Geschichte von einer Gameshow, einem Wettbewerb zwischen 14 Teilnehmern. Das Spiel dauert sieben Tage, wobei die Teilnehmer sich vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in einem verlassenen Vergnügungspark verstecken müssen. Sobald die gefunden werden, und pro Tag werden immer zwei Personen gefunden, sind diese Leute weg. Die Verbliebenen spielen weiter und hoffen auf einen Gewinn von 50.000 Dollar. Jeder wünscht sich, mit diesem Geld einen Neustart im Leben zu bekommen.

Das Buch beginnt sehr spannend und die erste Hälfte des Romans, wo es um den Beginn der Spiele und die Vorstellung der Teilnehmer geht, fand ich absolut gut gelungen und sehr interessant. Etwa ab die Hälfte ändert die Geschichte mehr oder weniger die Richtung und wird zunehmend zu einer Horrorstory. Der weiterer Plot unterscheidet sich doch sehr von dem Anfang, es geht stark ins Mystische über und die Auflösung wird vermutlich nicht jeden Leser begeistern, da die Geschichte ab da, doch recht unglaubwürdig klingt. Um diese logisch zu gestalten, greift die Autorin zu einer einfachen Idee, die leider nicht sehr gut gelungen ist. Was nicht passt, wird passend gemacht - nach dem Motto. Näher möchte ich auf die Auflösung der Geschichte nicht eingehen, denn es wäre viel zu großer Spoiler. Die Charaktere sind zwar zum Teil auf der Strecke geblieben, doch in groben Zügen konnte man sich die vorstellen und die sind auch nicht gehaltlos geblieben.

Versuch einer neutralen Bewertung: Für die Liebhaber eines mystischen Thrillers, der schon deutlich die Züge von einem Horrorroman hat, wäre die Thematik durchaus interessant. Da es jedoch einige wenige Kritikpunkte gibt, würde ich sagen, der Roman verdient gute 4 Sterne.

Mein persönliches Empfinden: Mir hat die erste Hälfte des Romans sehr gut gefallen, doch die Richtung in die, die folgende Geschichte ging, sagte mir nicht so ganz zu, da die Auflösung ein wenig zu oberflächlich abgehandelt wurde und nicht glaubwürdig war. Von mir gibt es 3,5 Sterne.


 Chrisopher Golden - Road of  Bones. Straße des Todes


Meine Gedanken zu dem Roman:

Die Geschichte dieses Romans in der Kurzbeschreibung klang ausgesprochen interessant und vielversprechend. Ein freischaffender Filmemacher macht sich zusammen mit seinem Freund und Assistent auf den Weg, die tollste Dokumentarreihe zu drehen.

Der Weg führt die beiden Richtung des Polarkreises. In der Nähe von Jakutsk liegt ein kleines Dorf namens Akhust, dorthin verschlägt es die beiden. Angezogen von der Straße des Todes, die während der sowjetischen Zeiten entstand, und bekannt durch die unzähligen Toten aus dem Gulag, die beim Bau dieser 1.200 Meilen langen Straße umgekommen sind, wurde. Nicht einmal eine Beerdigung haben diese Menschen erfahren, ihre Leichen wurden einfach unter dem Schotter vergraben. Diese Straße ruhte auf den Überresten vieler Gefangene. Auch die Umgebung sprach für interessanten Material für den Dokumentarfilm, Temperaturen bei 50-60 Grad Minus, kaum Verbindungen zu den Großstädten, einsames, zurückgezogenes Leben...

Doch die Reise wird für die Hauptcharaktere alles andere als einfach. Die Straße des Todes ist umgeben von Mythen und unheimlichen Sagen. Wie es sich im Laufe der Geschichte herausstellt, sollen diese Gerüchte durchaus sich bewahrheiten. Der Hauptcharakter der Geschichte bringt nicht nur sich in die Gefahr, auch die Menschen, die ihn begleitet haben, müssen sich der Gewalt, die sie in diesem düsteren Ort erwartet, stellen.

Als ich über die Straße des Todes in der Kurzbeschreibung las, wollte ich diesen Roman unbedingt lesen. Denn dies ist ein absolut spannender Rahmen für eine Horrorgeschichte. Besser hätte man nicht wählen können. Zum ersten wichtigen gruseligen Moment in dieser Story, kommt der Autor relativ früh, sodass man mit großem Interesse das Geschehen verfolgt. Doch an dieser Stelle bleibt der Roman ein wenig hängen, mir fehlte die weitere Entwicklung, die Geschichte schien keine Fahrt anzunehmen. Bei dem gemäßigten Tempo und den gelungenen Horrorelementen fand ich den Roman dennoch unterhaltsam. Doch leider nicht so spannend, wie ich es erwartet habe.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Fähigkeit des Autors kleine Details, die für die Umgebung bezeichnend sind, in die Geschichte einzubinden. Bildhafte Beschreibungen sind dem Leser garantiert. Die Charaktere wie auch die Handlung hätten nach meinem Empfinden etwas tiefer ausgearbeitet sein dürfen. Doch alles in allem eine interessante Geschichte, die in einer ungewohnten Umgebung stattfindet. Für die Liebhaber von Schauerromanen würde ich das Buch gern empfehlen. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne.